Proben.Alarm

Wie ein ganz normaler Probentag bei „WIR – made in Bielefeld“ aussieht, könnt ihr hier nachlesen.

Um 10 Uhr morgens geht’s los: Die Schauspieler der Jungen Bühne treffen im großen Saal ein. Mit leichten Lockerungsübungen beginnt der Tag. Es wird sich gedehnt, gestreckt und geräkelt.

Wenn dann alle warm und locker sind, geht es an die Textarbeit. Die selbstgeschriebenen Texte werden mehrfach vorgetragen, wieder verändert, die Gruppe macht Verbesserungsvorschläge – schließlich ist „WIR“ ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem jede Stimme zählt. Das Ganze wird mit Musik oder Rhythmen untermalt und die Schauspieler lernen, ihre Texte mit Emotionen zu füllen.

Ein weiteres wichtiges Element bei „WIR – made in Bielefeld“ ist der Tanz: Zunächst wird die Choreographie, zu der auch viele Murga-Tanzschritte gehören, einstudiert. Vor der Spiegelwand im kleinen Saal kann sich dann keiner mehr verstecken. Sitzt wirklich schon jeder Schritt? Bewegen sich alle im gleichen Takt?

In der Mittagspause sitzt das Ensemble gemeinsam mit dem Team auf den großen Stufen vor dem Theater und genießt bei einem Kaffee oder Mittagessen die Sonne. Es wird sich ausgetauscht, Musik und Gelächter schallen durch die Straße und schnell wird deutlich: Hier wird ein „WIR“ gelebt!

Der nächste Probenprogrammpunkt ist Gesang. Kerstin, unsere Dame fürs Musikalische, geht mit den Schauspielern sowohl einzeln, als auch in der Gruppe die Lieder durch. Die Rhythmen tönen durch das ganze Haus. Und man kann die Freude und Energie der Schauspieler quasi spüren, sodass das gesamte Theater von der Magie eingenommen wird.

Nach einem langen Probentag sitzen die Schauspieler noch beisammen und sprechen über ihre Vorstellungen, was sie den Zuschauern mit dem Stück sagen wollen und was ihnen bei der Inszenierung besonders wichtig ist. „Wir dürfen nicht aneinander vorbei leben und müssen auch auf die Dinge achten, die man nicht mag“ betont Gerry. „Im Kern ist aber eh jeder ein Einzelkämpfer“ wirft Luka darauf ein. „Mir ist bei unserer Performance Kraft wichtig – Power. Mut, keine Angst haben“ sagt Mamadou.

Zum Schluss werden die noch ausstehenden Aufgaben verteilt: Texte müssen überarbeitet, Requisiten besorgt und Choreographien verinnerlicht werden.

Damit ist die heutige Probe auch schon wieder vorbei – Morgen geht’s weiter!

Jodie Ann Ernsting

 

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